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Wegweiser durch das Versorgungssystem

Hilfe bei bipolarer Störung finden: Welche Anlaufstelle passt zu meinem Anliegen?

Das deutsche Hilfesystem ist unübersichtlich. Hausarztpraxis, Facharztpraxis, Psychotherapie, Institutsambulanz, Sozialpsychiatrischer Dienst, Tagesklinik, Klinik und Selbsthilfe haben jeweils eigene Aufgaben und eigene Zugangswege. Diese Seite ordnet die Anlaufstellen, ohne zu bewerten, was für dich das Richtige ist.

Es gibt selten nur einen richtigen Weg. Häufig sind mehrere Stellen gleichzeitig sinnvoll, und Wege lassen sich später korrigieren. Ein erster Schritt ist besser als der perfekt geplante Schritt, der nie gegangen wird.

Abstrakte Darstellung mehrerer gleichwertiger Wege, die von einem Ausgangspunkt zu unterschiedlichen Anlaufstellen führen

Kurz erklärt: Wo finde ich Hilfe?

Für Diagnostik und medikamentöse Behandlung einer bipolaren Störung sind Facharztpraxen für Psychiatrie und Psychotherapie zuständig. Eine Hausarztpraxis kann ein guter erster Schritt sein: Sie kennt oft die Vorgeschichte, kann körperliche Ursachen abklären und die weitere fachliche Behandlung anstoßen.

Psychotherapie ist ein eigener Zugang. Der übliche Einstieg ist die Psychotherapeutische Sprechstunde, ein erstes Abklärungsgespräch. Bei der Suche nach Praxen und Terminen hilft die 116117 mit Arzt- und Psychotherapeutensuche, Terminservice und ärztlichem Bereitschaftsdienst; der Terminservice steht gesetzlich Versicherten zur Verfügung.

Wenn eine Praxisbehandlung nicht ausreicht, gibt es weitere Wege: die Psychiatrische Institutsambulanz einer Klinik, die koordinierte Komplexversorgung nach der KSVPsych-Richtlinie, Tagesklinik, stationsäquivalente Behandlung im häuslichen Umfeld und die vollstationäre Klinikbehandlung.

Für alles, was neben der Behandlung schwierig ist - Wohnen, Behörden, Geld, Isolation, fehlender Zugang zu Hilfe -, ist der Sozialpsychiatrische Dienst zuständig. Er ist kostenlos, niedrigschwellig und auch für Angehörige da. Selbsthilfe und Peerangebote ergänzen all das.

Es gibt keine feste Reihenfolge. Mehrere Wege parallel zu gehen ist erlaubt und oft sinnvoll. Bei unmittelbarer Gefahr zählt jedoch nicht die Terminsuche, sondern sofortige Akuthilfe.

Welche Anlaufstellen es gibt

Das Versorgungssystem in Deutschland ist historisch gewachsen und in mehrere Bereiche geteilt: ambulante ärztliche Versorgung, ambulante Psychotherapie, klinikgebundene ambulante Angebote, teilstationäre und stationäre Behandlung sowie kommunale und ehrenamtliche Unterstützung. Diese Bereiche haben unterschiedliche Träger, unterschiedliche Zugangswege und unterschiedliche Aufgaben.

Deshalb passt nicht jede Stelle zu jedem Anliegen. Wer Medikamente braucht, ist bei einer Psychotherapiepraxis nicht richtig. Wer Hilfe bei Mietschulden und Behörden braucht, ist beim Sozialpsychiatrischen Dienst besser aufgehoben als in der Facharztpraxis.

Ambulant und ärztlich

  • Hausärztliche Praxis
  • Facharztpraxis für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Nervenärztliche Praxis

Ambulant und psychotherapeutisch

  • Psychotherapeutische Sprechstunde
  • Richtlinienpsychotherapie
  • Gruppenpsychotherapie

Klinikgebunden und koordiniert

  • Psychiatrische Institutsambulanz (PIA)
  • Komplexversorgung nach KSVPsych-Richtlinie
  • Soziotherapie

Teilstationär und stationär

  • Tagesklinik
  • Stationsäquivalente Behandlung
  • Psychiatrische Klinik

Kommunal und psychosozial

  • Sozialpsychiatrischer Dienst
  • Psychosoziale Beratungsstellen
  • Suchtberatung

Erfahrungsbasiert

  • Selbsthilfegruppen
  • Angehörigengruppen
  • Peer- und Genesungsbegleitung

Orientierung statt Einordnung

Diese Seite nimmt keine Einschätzung deiner Situation vor. Sie sagt nicht, ob du eine Klinik brauchst, ob eine PIA für dich zuständig ist oder wie dringend dein Anliegen ist. Solche Entscheidungen gehören in ein persönliches Gespräch mit Fachpersonen, die dich und deinen Verlauf kennen.

Was diese Seite leisten kann: erklären, was die einzelnen Stellen tun, welche Aufgaben sie nicht haben und über welche offiziellen Wege du sie erreichst. Diese Übersicht ist eine Orientierungshilfe, keine Anspruchsprüfung und keine Empfehlung für einen bestimmten Anbieter.

Was der Weg nicht bedeutet: dass du versagt hast, wenn du Hilfe brauchst. Und auch nicht, dass du alles allein organisieren musst. Für die Organisation gibt es eigene Unterstützungswege.

Die folgende Übersicht ordnet typische Anliegen möglichen Anlaufstellen zu. Sie ist bewusst nicht interaktiv und trifft keine Auswahl für dich. Mehrfachnennungen sind normal, weil viele Anliegen mehrere gleichwertige Wege haben.

Typische Anliegen und mögliche Anlaufstellen
AnliegenMögliche Anlaufstellen
Erstmalige Abklärung von StimmungsschwankungenHausärztliche Praxis, Facharztpraxis für Psychiatrie, Psychotherapeutische Sprechstunde
Diagnose und MedikamenteFacharztpraxis für Psychiatrie, PIA bei besonderem Versorgungsbedarf
Psychotherapie beginnenPsychotherapeutische Sprechstunde, Richtlinienpsychotherapie, 116117-Terminservice
Rezept oder Kontrolluntersuchung sichernFacharztpraxis, Hausärztliche Praxis in Abstimmung
Kein Termin, keine Weiterbehandlung116117, Kassenärztliche Vereinigung, Sozialpsychiatrischer Dienst
Sehr belastende, aber nicht akut gefährliche PhaseBehandelnde Praxis, PIA, Tagesklinik, Sozialpsychiatrischer Dienst
Soziale Not: Wohnen, Behörden, GeldSozialpsychiatrischer Dienst, Sozialdienst, Beratungsstellen
Komplexer Bedarf mit mehreren BerufsgruppenKomplexversorgung nach KSVPsych, PIA
Intensive Behandlung ohne ÜbernachtungTagesklinik, Stationsäquivalente Behandlung
Nach dem Klinikaufenthalt weiter versorgt seinEntlassmanagement, PIA, Facharztpraxis, Psy-RENA und Nachsorge
Zusätzlicher Alkohol- oder SubstanzkonsumSuchtberatung, Facharztpraxis, Qualifizierte Entzugsbehandlung
Als Angehörige Unterstützung suchenSozialpsychiatrischer Dienst, Angehörigen-Selbsthilfe, Beratungsstellen
Austausch mit Menschen mit eigener ErfahrungSelbsthilfegruppen, DGBS, Peerberatung
Unmittelbare Gefahr oder SuizidgedankenSofortige Akuthilfe, Hilfe in der Krise

Diese Übersicht ersetzt keine medizinische Beurteilung der Dringlichkeit.

Wann ist die Hausarztpraxis sinnvoll?

Für viele Menschen ist die Hausarztpraxis der niedrigschwelligste Einstieg. Sie kennt oft die Vorgeschichte, ist erreichbar und kann den ersten Schritt in die weitere Versorgung anstoßen.

Was hier möglich ist

  • erste Einordnung der Beschwerden
  • Abklärung körperlicher Ursachen und Begleiterkrankungen
  • Überweisung und Weitervermittlung
  • Unterstützung bei der Suche nach Fachbehandlung
  • Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
  • Begleitung zwischen Facharztterminen

Wo die Grenzen liegen

  • keine spezialisierte bipolare Differenzialdiagnostik
  • keine komplexe Phasenprophylaxe-Steuerung
  • keine Richtlinienpsychotherapie
  • keine dauerhafte Steuerung schwieriger Verläufe

Auch wenn eine Facharztpraxis die Behandlung übernimmt, bleibt die Hausarztpraxis wichtig: für körperliche Kontrollen, Impfungen, Vorsorge und die Koordination bei mehreren Behandelnden. Mehr dazu unter körperliche Gesundheit.

Facharztpraxis für Psychiatrie und Psychotherapie

Fachärztinnen und Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie sind die zentrale ärztliche Adresse bei bipolarer Störung. Sie sind Ärzte, kennen die körperlichen Zusammenhänge und dürfen Medikamente verordnen.

Typische Aufgaben

  • Diagnostik und Differenzialdiagnostik
  • Verordnung und Steuerung von Medikamenten
  • Kontrolle von Blutwerten und Nebenwirkungen
  • Beurteilung von Episoden und Verlauf
  • Einschätzung von Klinik- oder Rehabedarf
  • ärztliche Bescheinigungen

Gut zu wissen

  • Nervenärztliche Praxen decken Psychiatrie und Neurologie ab
  • manche Praxen bieten zusätzlich Psychotherapie an
  • Terminvergabe und Wartezeit unterscheiden sich regional stark
  • eine bestehende Behandlung nicht kündigen, bevor eine neue gesichert ist

Psychotherapeutische Praxis

Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten behandeln psychische Erkrankungen mit psychotherapeutischen Verfahren. Bei bipolarer Störung geht es unter anderem um Krankheitsverständnis, Frühwarnzeichen, Tagesstruktur, Umgang mit Belastungen und die Verarbeitung von Episoden.

Psychotherapie ersetzt die medikamentöse Behandlung nicht, sondern ergänzt sie. Beides gemeinsam ist bei bipolarer Störung der Regelfall. Vertiefend: Psychotherapie bei bipolarer Störung und Psychoedukation.

Was hier möglich ist

  • Abklärung des psychotherapeutischen Bedarfs
  • Richtlinienpsychotherapie im Einzel- oder Gruppensetting
  • Arbeit an Auslösern, Mustern und Bewältigung
  • Unterstützung bei Rückfallprävention

Wo die Grenzen liegen

  • keine reguläre ärztliche Medikamentenverordnung
  • keine Blutwertkontrollen
  • in akuten schweren Episoden meist nicht ausreichend
  • kein Notfalldienst

Psychologe, Psychotherapeut, Psychiater: der Unterschied

Die drei Begriffe werden im Alltag oft vermischt. Sie bezeichnen aber unterschiedliche Qualifikationen und Zuständigkeiten.

Psychologin oder Psychologe

  • Studium der Psychologie
  • berechtigt allein nicht zur heilkundlichen Psychotherapie
  • arbeitet zum Beispiel in Forschung, Beratung oder Personalwesen

Psychotherapeutin oder Psychotherapeut

  • besondere Qualifikation zur heilkundlichen Psychotherapie
  • behandelt psychische Erkrankungen mit anerkannten Verfahren
  • regulär nicht für ärztliche Medikamentenverordnung zuständig

Psychiaterin oder Psychiater

  • Ärztin oder Arzt mit Facharztweiterbildung
  • Diagnostik, körperliche Abklärung, Medikamente
  • beurteilt Klinik-, Reha- und Notfallbedarf

Die genauen Berufsbezeichnungen und Ausbildungswege sind gesetzlich geregelt und haben sich in den letzten Jahren verändert. Entscheidend für die Behandlung ist die tatsächliche Qualifikation der jeweiligen Person.

Brauche ich Psychiatrie oder Psychotherapie?

Diese Frage lässt sich nicht allgemein beantworten und auch nicht über eine Website klären. Bei bipolarer Störung nutzen viele Menschen beides: eine ärztliche Behandlung für Diagnostik, Medikamente und Verlaufskontrolle sowie eine psychotherapeutische Behandlung für Bewältigung, Struktur und Rückfallprävention.

Wenn du unsicher bist, ist es legitim, mit einem Weg zu beginnen und die Frage dort zu besprechen. Sowohl eine Hausarztpraxis als auch eine Psychotherapeutische Sprechstunde können eine erste fachliche Einordnung geben.

Was ist die Psychotherapeutische Sprechstunde?

Die Psychotherapeutische Sprechstunde ist der übliche Einstieg in die ambulante Psychotherapie. Sie dient der ersten fachlichen Abklärung: Liegt ein psychotherapeutischer Behandlungsbedarf vor, und welche Versorgung ist sinnvoll?

Sie ist noch keine Therapie. Am Ende steht eine fachliche Einschätzung und eine Empfehlung zum weiteren Vorgehen. Das kann eine Richtlinienpsychotherapie sein, aber auch ein anderer Versorgungsweg, zum Beispiel eine ärztliche Behandlung oder ein psychosoziales Angebot.

Die Sprechstunde ersetzt keine akute Krisenhilfe. Wenn es akut ist, sind andere Wege richtig.

Eine Psychiaterin oder einen Psychiater finden

Für die Suche gibt es offizielle Wege. Auf dieser Website wird bewusst keine eigene Arztdatenbank geführt und kein Anbieter empfohlen oder bewertet.

  • Arzt- und Psychotherapeutensuche der 116117
  • Arztsuche der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung
  • Empfehlung und Überweisung aus der Hausarztpraxis
  • Entlassmanagement nach einem Klinikaufenthalt
  • Hinweise von Sozialpsychiatrischem Dienst oder Beratungsstellen

Praktisch hilfreich: notiere bei jedem Kontaktversuch Datum, Praxis und Ergebnis. Das erleichtert spätere Gespräche mit Krankenkasse, Hausarztpraxis oder Terminservice und entlastet das eigene Gedächtnis.

Einen Psychotherapieplatz suchen

Auch hier gilt: mehrere offizielle Wege parallel nutzen, statt sich auf einen zu verlassen.

  • Psychotherapeutensuche der 116117
  • Suche der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung
  • Psychotherapeutensuche der zuständigen Landespsychotherapeutenkammer
  • Nachfrage nach Gruppenangeboten, die oft kürzere Wartezeiten haben
  • Hinweise aus Klinik, PIA oder Beratungsstellen

Erstgespräche mit mehreren Psychotherapeutinnen oder Psychotherapeuten sind möglich und ausdrücklich vorgesehen, weil die persönliche Passung für den Behandlungserfolg wichtig ist. Es ist kein Fehlverhalten, sich nach einem Gespräch gegen eine Praxis zu entscheiden.

Was kann die 116117 leisten?

Die 116117 ist die bundesweite Nummer der kassenärztlichen Versorgung. Sie deckt mehrere Funktionen ab.

  • Arzt- und Psychotherapeutensuche
  • Terminservice für gesetzlich Versicherte
  • Vermittlung einer Psychotherapeutischen Sprechstunde
  • ärztlicher Bereitschaftsdienst außerhalb regulärer Praxiszeiten
  • Informationen zu Bereitschaftspraxen in der Region

Die Terminvermittlung steht ausschließlich gesetzlich Versicherten zur Verfügung. Ein bestimmter Wunschtherapieplatz kann nicht garantiert werden.

Was kann ich tun, wenn ich keinen Termin oder Therapieplatz finde?

Lange Wartezeiten sind kein persönliches Versagen, sondern ein strukturelles Problem der Versorgung. Hilfreich ist, mehrere Wege gleichzeitig zu gehen und die Suche nicht allein zu tragen.

  • mehrere Praxen kontaktieren, nicht nur eine
  • Kontaktversuche kurz dokumentieren
  • Psychotherapeutische Sprechstunde nutzen
  • 116117 für Suche und Terminservice nutzen
  • Suche der Kassenärztlichen Vereinigung und der Landeskammer verwenden
  • psychiatrische Weiterbehandlung parallel absichern
  • Hausarztpraxis einbeziehen
  • nach Gruppenangeboten fragen
  • bei zusätzlicher sozialer Überforderung den Sozialpsychiatrischen Dienst einbeziehen
  • bei schwerem Verlauf prüfen lassen, ob PIA oder eine andere komplexe Versorgung infrage kommt
  • Selbsthilfe als Ergänzung nutzen
  • bei Verschlechterung die Dringlichkeit neu medizinisch bewerten lassen

Es gibt keine medizinisch vorgeschriebene Zahl an Absagen, die man sammeln müsste. Zur Kostenerstattung für Behandlungen in Privatpraxen gilt: Die Voraussetzungen sind rechtlich und versicherungsspezifisch geregelt, sie sind aufwendig und ein Erfolg ist nicht garantiert. Kläre das im Einzelfall mit deiner Krankenkasse oder einer qualifizierten Patientenberatung.

Was ist eine Psychiatrische Institutsambulanz?

Eine Psychiatrische Institutsambulanz, kurz PIA, ist ein ambulantes Behandlungsangebot psychiatrischer Kliniken für bestimmte Patientengruppen mit besonderem psychiatrischem Versorgungsbedarf. Die bundesrechtlichen Vereinbarungen sehen dafür spezifische Patientengruppen und Eingangskriterien vor; die konkrete PIA prüft diese Voraussetzungen bei der Aufnahme.

Mögliche Bestandteile

  • psychiatrische Behandlung
  • Medikamente und Verlaufskontrolle
  • psychologische beziehungsweise psychotherapeutische Angebote
  • Pflege
  • Sozialdienst
  • Ergotherapie und andere Therapien
  • koordinierte multiprofessionelle Versorgung

Wichtig zu wissen

  • eine PIA ist nicht automatisch für jede Person zugänglich
  • die Diagnose allein garantiert keine Aufnahme
  • Zugangswege unterscheiden sich je nach Einrichtung
  • manche Kliniken haben spezialisierte Angebote für bipolare Störungen
  • eine vorherige stationäre Behandlung ist nicht zwingend Voraussetzung

Es gibt keine gepflegte bundesweite Liste auf dieser Website. Frage direkt bei der psychiatrischen Klinik in deiner Region nach dem aktuellen Aufnahmeweg. Mehr zum klinischen Kontext unter Klinikaufenthalt.

Was ist psychiatrische Komplexversorgung?

Für insbesondere schwer psychisch erkrankte Erwachsene mit komplexem psychiatrischem oder psychotherapeutischem Behandlungsbedarf gibt es eine berufsgruppenübergreifende, koordinierte ambulante Versorgung nach der KSVPsych-Richtlinie.

  • mehrere Berufsgruppen arbeiten zusammen
  • es gibt einen koordinierten Behandlungsplan
  • psychiatrische Behandlung ist Teil des Netzes
  • Psychotherapie kann eingebunden sein
  • weitere therapeutische oder psychosoziale Leistungen können hinzukommen
  • eine feste Koordination begleitet den Verlauf

Nicht jede Region verfügt über gleich viele Netzverbünde, und die Verfügbarkeit lässt sich nicht garantieren. Die Komplexversorgung ist weder dasselbe wie eine PIA noch wie eine gewöhnliche Praxisbehandlung. Ob sie infrage kommt, prüfen ausschließlich die beteiligten Behandelnden, nicht diese Website.

Was macht der Sozialpsychiatrische Dienst?

Sozialpsychiatrische Dienste bieten niedrigschwellige Beratung und Begleitung für Menschen mit psychischen Erkrankungen beziehungsweise in seelischen Krisen und ausdrücklich auch für Personen aus ihrem sozialen Umfeld. Die Angebote sind kostenlos. Hausbesuche können je nach Bedarf und örtlicher Ausgestaltung möglich sein.

Der Dienst ist besonders wichtig für Menschen, die von anderen Hilfen nicht oder nur schwer erreicht werden - etwa weil Termine, Anträge und Telefonate in einer schwierigen Phase nicht zu bewältigen sind.

Mögliche Themen

  • psychische Krise
  • fehlender Zugang zu Behandlung
  • soziale Isolation
  • Wohnen und Mietprobleme
  • Behörden und Anträge
  • finanzielle Schwierigkeiten
  • fehlende Selbstversorgung
  • Koordination von Hilfen
  • Angehörigenberatung
  • Übergang nach einem Klinikaufenthalt

Was er nicht ist

  • keine Psychotherapiepraxis
  • kein Ersatz für regelmäßige psychiatrische Medikamentenbehandlung
  • keine Behörde, die über deinen Kopf hinweg entscheidet
  • Aufgaben und Ausgestaltung sind regional unterschiedlich

Sozialpsychiatrische Dienste sind häufig beim Gesundheitsamt oder in kommunalen beziehungsweise beauftragten Strukturen angesiedelt. Für jeden Ort gibt es eine zuständige Stelle.

Sozialpsychiatrischen Dienst finden

Diese Website führt keine eigene Adressdatenbank und erfasst keine Standortdaten. Die Suche läuft über offizielle Verwaltungsangebote.

  • Website des örtlichen Gesundheitsamtes
  • Website der Stadt oder des Landkreises
  • offizielle Verwaltungsportale des Bundeslandes
  • Suchbegriff: Sozialpsychiatrischer Dienst zusammen mit dem Ortsnamen

Auf eine Kartenansicht wird bewusst verzichtet, damit keine Standortdaten an Dritte übertragen werden.

Was ist Soziotherapie?

Soziotherapie kann bei bestimmten schwerwiegenden psychischen Erkrankungen gesetzlich Versicherten helfen, medizinische und therapeutische Leistungen überhaupt in Anspruch nehmen zu können und den Alltag im Zusammenhang mit der Behandlung zu strukturieren. Es gibt definierte Anspruchsvoraussetzungen; dazu gehören unter anderem bestimmte affektive Erkrankungen mit psychotischen Symptomen.

  • nicht jede bipolare Diagnose berechtigt automatisch dazu
  • die konkreten aktuellen Voraussetzungen ergeben sich aus den Vorgaben von G-BA und KBV
  • eine Anspruchsprüfung findet ausschließlich in der Behandlung statt, nicht auf dieser Website
  • Soziotherapie ist keine Haushaltshilfe
  • Soziotherapie ist keine Psychotherapie

Wann kann eine Tagesklinik eine Option sein?

Eine Tagesklinik ist teilstationär: Die Behandlung findet tagsüber statt, die Nächte werden meist zu Hause verbracht.

  • intensiver als eine normale ambulante Behandlung
  • weniger umfassend als eine vollstationäre Versorgung rund um die Uhr
  • setzt ausreichende Stabilität und tägliche Erreichbarkeit voraus
  • Aufnahmevoraussetzungen unterscheiden sich je nach Haus
  • bei akuter Gefährdung möglicherweise nicht ausreichend

Was bedeutet stationsäquivalente Behandlung?

Stationsäquivalente Behandlung ist eine psychiatrische Krankenhausbehandlung im häuslichen Umfeld, durchgeführt von einem multiprofessionellen Team. Sie kann bei geeigneten Voraussetzungen eine Alternative zur vollstationären Behandlung sein.

  • nicht überall verfügbar
  • kein gewöhnlicher Hausbesuch
  • nicht zu verwechseln mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst
  • die Eignung beurteilt die behandelnde Klinik

Vertiefend: Klinikaufenthalt.

Wann kann eine Klinik sinnvoll sein?

Ob eine stationäre Behandlung nötig ist, lässt sich nur individuell medizinisch beurteilen. Gründe können unter anderem eine schwere Manie oder eine zunehmende Hypomanie, psychotische Symptome, eine schwere Depression, eine gemischte Episode, Suizidalität oder eine ambulant nicht ausreichende Stabilisierung sein.

Eine Klinikaufnahme ist kein Scheitern, sondern eine Behandlungsform mit klaren Aufgaben. Wie Aufnahme, Rechte, Stationsalltag und Entlassmanagement ablaufen, ist ausführlich beschrieben unter Klinikaufenthalt bei bipolarer Störung.

Weiterbehandlung nach der Klinik

Der Übergang aus der Klinik zurück in den Alltag ist eine sensible Phase. Wichtig ist, dass Behandlung, Medikamente und Kontrolltermine nicht abreißen.

  • Entlassmanagement der Klinik frühzeitig ansprechen
  • Anschlusstermin in der Facharztpraxis vor der Entlassung sichern
  • prüfen lassen, ob eine PIA für die Übergangszeit infrage kommt
  • Hausarztpraxis über Medikation und Kontrollen informieren
  • eine Reha oder Nachsorge prüfen lassen
  • den Krisenplan aktualisieren

Selbsthilfe und Peerangebote

Selbsthilfe ist keine Behandlung, aber ein eigenständiger und wertvoller Zugang. Die Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen (DGBS) führt ein Verzeichnis bipolarer Selbsthilfegruppen, NAKOS vermittelt bundesweit Informationen zu Selbsthilfeangeboten und regionalen Kontaktstellen.

Ausführlich: Selbsthilfe bei bipolarer Störung.

Wo bekommen Angehörige Hilfe?

Angehörige brauchen eigene Anlaufstellen, nicht nur Informationen über die erkrankte Person. Der Sozialpsychiatrische Dienst berät ausdrücklich auch das soziale Umfeld. Daneben gibt es Angehörigen-Selbsthilfe, Angebote der DGBS und psychosoziale Beratungsstellen.

Vertiefend: Für Angehörige, Grenzen setzen und erwachsene Kinder bipolar erkrankter Eltern.

Wenn zusätzlich Alkohol oder andere Substanzen eine Rolle spielen

Psychiatrische und suchtbezogene Hilfe können parallel notwendig sein. Beides sollte nicht gegeneinander ausgespielt werden, und niemand muss erst nüchtern sein, um psychiatrische Behandlung zu erhalten. Suchtberatungsstellen sind kostenlos und in der Regel ohne Überweisung zugänglich.

Wichtig: Ein Alkoholentzug kann körperlich gefährlich sein und gehört nicht in Eigenregie. Mehr dazu unter Alkohol und andere Substanzen.

Privat versichert oder Selbstzahlung

Der Terminservice der 116117 ist für gesetzlich Versicherte vorgesehen. Privat Versicherte suchen üblicherweise direkt über Praxis- und Kammerverzeichnisse oder über die eigene Versicherung. Umfang und Erstattung richten sich nach dem individuellen Vertrag.

Bei Selbstzahlung sollten Kosten, Umfang und Qualifikation vorher schriftlich geklärt werden. Eine Behandlung außerhalb der Regelversorgung ist nicht automatisch besser.

Behandlung wechseln

Ein Wechsel der Praxis ist grundsätzlich möglich, auch wenn er sich unangenehm anfühlt. Entscheidend ist, dass laufende Medikamentenversorgung und notwendige Kontrollen nicht ungeplant abbrechen.

  • neue Behandlung möglichst sichern, bevor die alte endet
  • Befunde, Medikationsplan und Laborwerte mitnehmen oder anfordern
  • Grund für den Wechsel sachlich benennen, wenn du möchtest
  • bei Unzufriedenheit zuerst ein klärendes Gespräch erwägen
  • in einer akuten Phase Wechsel möglichst vermeiden

Video und digitale Angebote

Bestimmte psychotherapeutische und ärztliche Leistungen können teilweise per Video erbracht werden. Die konkreten Voraussetzungen und die Frage, wann persönliche Kontakte erforderlich sind, sind geregelt und können sich ändern. Kläre das direkt mit der jeweiligen Praxis.

Digitale Gesundheitsanwendungen können ergänzend eine Rolle spielen, ersetzen aber weder Diagnostik noch Medikamentensteuerung. Bei allen digitalen Angeboten lohnt ein Blick darauf, wer die Daten verarbeitet.

Wenn die Organisation zu viel ist

Gerade in depressiven Phasen ist Telefonieren, Anträge ausfüllen und Termine koordinieren oft nicht leistbar. Das ist ein Symptom, kein Charakterproblem. Es gibt Stellen, die genau dabei unterstützen.

  • Hausarztpraxis um Vermittlung bitten
  • Sozialpsychiatrischer Dienst, auch mit Hausbesuch
  • Sozialdienst der Klinik oder der PIA
  • eine Vertrauensperson bitten, Telefonate zu übernehmen
  • gesetzliche Betreuung nur, wenn andere Hilfen nicht ausreichen
  • Absprachen dafür im stabilen Zustand treffen und im Krisenplan festhalten

Nachts, am Wochenende und an Feiertagen

Außerhalb der regulären Praxiszeiten ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 zuständig, wenn eine Situation nicht bis zur nächsten Praxisöffnung warten kann. Viele Regionen haben zusätzlich einen psychiatrischen Krisendienst mit eigenen Nummern und Zeiten.

Welche Stelle in deiner Region zuständig ist, hängt vom Wohnort ab. Es lohnt sich, die regionalen Nummern im stabilen Zustand herauszusuchen und im Krisenplan zu notieren.

Wenn es akut wird

Bei unmittelbarer Gefahr, konkreter Suizidalität, schwerem Realitätsverlust oder anderen akuten schweren Zuständen zählt schnelle Akuthilfe. In dieser Situation ist es nicht sinnvoll, lediglich Praxen für einen Termin in einigen Wochen anzuschreiben.

Für psychische Krisen sind je nach Dringlichkeit regionale Krisendienste, Sozialpsychiatrische Dienste, der ärztliche Bereitschaftsdienst oder die Notfallversorgung zuständig.

Häufige Fragen zur Hilfesuche bei bipolarer Störung

Welcher Arzt behandelt bipolare Störungen?
Fachärztinnen und Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie sind die zentralen ärztlichen Fachpersonen für Diagnostik und medikamentöse Behandlung bipolarer Störungen.
Kann ich zuerst zum Hausarzt gehen?
Ja. Eine Hausarztpraxis kann ein sinnvoller erster Ansprechpartner sein und weitere fachliche Behandlung anstoßen.
Was ist der Unterschied zwischen Psychiater und Psychotherapeut?
Psychiaterinnen und Psychiater sind Ärzte und dürfen Medikamente verordnen. Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten behandeln psychische Erkrankungen mit psychotherapeutischen Verfahren und sind nicht regulär für ärztliche Medikamentenverordnung zuständig.
Ist ein Psychologe automatisch Psychotherapeut?
Nein. Ein Psychologiestudium allein berechtigt nicht automatisch zur heilkundlichen Psychotherapie.
Brauche ich Psychiatrie oder Psychotherapie?
Das hängt vom individuellen Bedarf ab. Viele Menschen mit bipolarer Störung nutzen beide Behandlungsformen.
Was ist eine Psychotherapeutische Sprechstunde?
Ein erstes fachliches Gespräch zur Abklärung psychischer Beschwerden und des weiteren psychotherapeutischen Behandlungsbedarfs.
Ist die Psychotherapeutische Sprechstunde bereits eine Therapie?
Nein. Sie dient zunächst der Abklärung und der Empfehlung weiterer Versorgung.
Wie finde ich einen Psychiater?
Zum Beispiel über die Arzt- und Psychotherapeutensuche der 116117 beziehungsweise über die zuständige Kassenärztliche Vereinigung.
Wie finde ich einen Psychotherapeuten?
Mögliche Wege sind die 116117, die Kassenärztliche Vereinigung und die Psychotherapeutensuche der zuständigen Landespsychotherapeutenkammer.
Was kann die 116117?
Sie bietet unter anderem Arzt- und Psychotherapeutensuche, Terminservice sowie den ärztlichen Bereitschaftsdienst außerhalb regulärer Praxiszeiten.
Kann die 116117 mir einen Psychotherapieplatz garantieren?
Nein. Der Dienst kann Termine beziehungsweise bestimmte Versorgungsangebote vermitteln, aber keinen langfristigen Wunschtherapieplatz garantieren.
Wer darf den Terminservice der 116117 nutzen?
Der Terminservice ist für gesetzlich Versicherte vorgesehen.
Was mache ich, wenn niemand einen Therapieplatz frei hat?
Nutze mehrere offizielle Suchwege parallel und sichere die notwendige psychiatrische beziehungsweise hausärztliche Behandlung in der Zwischenzeit weiter ab.
Muss ich hundert Praxen anschreiben?
Nein. Es gibt keine medizinisch vorgeschriebene Zahl von Kontaktversuchen.
Was ist eine PIA?
Eine Psychiatrische Institutsambulanz ist ein ambulantes Klinikangebot für bestimmte Patientengruppen mit besonderem psychiatrischem Versorgungsbedarf.
Kann jeder mit bipolarer Störung in eine PIA?
Nicht automatisch. Die PIA prüft die jeweiligen Aufnahmevoraussetzungen.
Brauche ich für eine PIA eine Überweisung?
Der Zugangsweg kann sich nach Einrichtung und Behandlungssituation unterscheiden. Frage die konkrete PIA nach dem aktuellen Aufnahmeweg.
Was ist psychiatrische Komplexversorgung?
Eine koordinierte, berufsgruppenübergreifende ambulante Versorgung für insbesondere schwer psychisch erkrankte Menschen mit komplexem Behandlungsbedarf.
Was ist der Sozialpsychiatrische Dienst?
Ein niedrigschwelliges öffentliches beziehungsweise kommunal eingebundenes Beratungs- und Unterstützungsangebot für Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihr Umfeld.
Kostet der Sozialpsychiatrische Dienst etwas?
Die Angebote sind kostenlos.
Kann der Sozialpsychiatrische Dienst nach Hause kommen?
Hausbesuche können abhängig von Bedarf und örtlicher Ausgestaltung möglich sein.
Können Angehörige den Sozialpsychiatrischen Dienst kontaktieren?
Ja. Das Angebot richtet sich ausdrücklich auch an Personen aus dem sozialen Umfeld.
Ist der Sozialpsychiatrische Dienst eine Psychotherapie?
Nein. Er bietet Beratung, Begleitung, Krisenhilfe und Koordination, aber keine reguläre Richtlinienpsychotherapie.
Was ist Soziotherapie?
Eine Leistung für bestimmte Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen, die dabei unterstützen soll, medizinische und therapeutische Versorgung wahrnehmen zu können.
Ist eine Tagesklinik ambulant?
Sie ist teilstationär: Die Behandlung findet tagsüber statt, während die Nächte üblicherweise zu Hause verbracht werden.
Was ist stationsäquivalente Behandlung?
Eine psychiatrische Krankenhausbehandlung im häuslichen Umfeld durch ein multiprofessionelles Team bei geeigneten Voraussetzungen.
Wann brauche ich eine Klinik?
Das muss individuell medizinisch beurteilt werden. Schwere Manie, Psychose, Suizidalität oder eine unzureichende ambulante Stabilisierung können Gründe für stationäre Behandlung sein.
Wie finde ich nach der Klinik einen Psychiater?
Entlassmanagement, Hausarztpraxis, 116117, Kassenärztliche Vereinigung oder gegebenenfalls eine PIA können mögliche Wege sein.
Wie finde ich eine Selbsthilfegruppe für bipolare Störung?
Die DGBS führt ein Verzeichnis bipolarer Selbsthilfegruppen. Zusätzlich vermittelt NAKOS bundesweit Informationen zu Selbsthilfeangeboten.
Ist Selbsthilfe eine Behandlung?
Nein. Selbsthilfe ergänzt professionelle Behandlung und bietet Erfahrungsaustausch.
Wo bekommen Angehörige Hilfe?
Zum Beispiel bei der Angehörigen-Selbsthilfe, bei DGBS-Angeboten, beim Sozialpsychiatrischen Dienst oder bei psychosozialen Beratungsstellen.
Was mache ich, wenn ich zusätzlich Alkohol- oder Drogenprobleme habe?
Psychiatrische und suchtbezogene Hilfe können parallel notwendig sein. Suchtberatung und psychiatrische Behandlung sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Kann ich den Psychiater wechseln?
Ein Wechsel ist grundsätzlich möglich. Wichtig ist insbesondere, dass laufende Medikamentenversorgung und notwendige Kontrollen nicht ungeplant abbrechen.
Kann ich mehrere Psychotherapeuten kennenlernen?
Ja. Die 116117 weist selbst darauf hin, dass Erstgespräche mit verschiedenen Psychotherapeutinnen oder Psychotherapeuten möglich sind, weil die persönliche Passung wichtig ist.
Kann Psychotherapie online stattfinden?
Bestimmte psychotherapeutische Leistungen können teilweise per Video stattfinden. Konkrete Voraussetzungen und notwendige persönliche Kontakte sind geregelt.
Was mache ich, wenn ich selbst keine Termine organisieren kann?
Hausarztpraxis, Sozialpsychiatrischer Dienst, Kliniksozialdienst oder eine vertraute Person können bei der Organisation unterstützen.
Was mache ich nachts oder am Wochenende?
Außerhalb regulärer Praxiszeiten kann abhängig von der Dringlichkeit der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 beziehungsweise eine regionale psychiatrische Akuthilfe relevant sein.
Wann ist es ein Notfall?
Bei unmittelbarer Gefahr, konkreter Suizidalität, schwerem Realitätsverlust oder anderen akuten schweren Zuständen ist schnelle Akuthilfe nötig. Dann zählt nicht die Terminsuche, sondern sofortige Hilfe.

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Zu Versorgung, Pflegeberatung und Zugangswegen im höheren Lebensalter informiert die Seite Bipolare Störung im Alter.

Redaktion

Wie diese Seite entstanden ist

Die Inhalte orientieren sich an öffentlich zugänglichen Informationen zur Versorgungsstruktur in Deutschland, unter anderem von gesund.bund.de, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, dem Gemeinsamen Bundesausschuss sowie an Angeboten von DGBS, NAKOS und BApK. Es werden keine Anbieter bewertet, empfohlen oder gerankt, keine Ansprüche geprüft und keine Standortdaten erhoben. Regelungen zu Terminvermittlung, PIA, Komplexversorgung und Soziotherapie können sich ändern; maßgeblich ist immer die aktuelle Auskunft der zuständigen Stellen.